Elektroband: Alles ├╝ber den weichmagnetischen Werkstoff

Elektroband

Als Elektroband bezeichnet man d├╝nne Blechlagen von ca. 0,1 bis 1 mm Dicke, die aus Eisen-Silizium-Legierungen bestehen. Es geh├Ârt zur Gruppe der weichmagnetischen Werkstoffe. Seine Herstellung und Eigenschaften werden in den DIN-Normen EN 10106 und EN 10107 geregelt.

Herstellung von Elektroband

Ausgangspunkt der Herstellung jedes Elektrobands ist eine Legierung aus Eisen und einem bestimmten Anteil an Silizium, letzterer liegt typischerweise bei 3,2 Prozent. Ein Siliziumanteil von mehr als 4 % ist in der Praxis selten zu finden, da hohe Silizium-Beimengungen zu spr├Âdem Material f├╝hren. Durch die Zugabe von Mangan oder Aluminium k├Ânnen die Eigenschaften des fertigen Elektrobands weiter beeinflusst werden. Generell gilt: Je weniger Verunreinigungen die Legierung enth├Ąlt, desto besser sind sp├Ąter die magnetischen Eigenschaften des fertigen Elektroblechs.

Kornorientierte oder nicht kornorientierte Materialien: Was ist der Unterschied?

Jedes Elektroband ist zun├Ąchst nicht kornorientiert. Die Textur (also die Ausrichtung der Einzelkristalle eines polykristallinen Werkstoffs) muss in zus├Ątzlichen Arbeitsschritten erzeugt werden. Dazu wird das Elektroband mehrfach gegl├╝ht und ausgewalzt. Die Kornorientierung tr├Ągt zur Verbesserung der magnetischen Leitf├Ąhigkeit bei und reduziert die Ummagnetisierungsverluste. Daher kommt kornorientiertes Elektroblech insbesondere dann zum Einsatz, wenn besonders hohe Effizienz gefordert ist, zum Beispiel bei Trafos.

Wof├╝r wird Elektroband verwendet?

Elektroband ist vorwiegend f├╝r den Aufbau von Magnetkernen bedeutend. Diese bestehen heute fast ausschlie├člich aus mehreren Lagen, die aus Elektroblech ausgestanzt werden, sogenannten Lamellen oder auch Platinen. Die einzelnen Lagen verf├╝gen ├╝ber eine Beschichtung, die sie voneinander isoliert.

Vom Elektroband zum fertigen Bauteil

Bei manchen Elektrobandpaketen dient die Beschichtung gleichzeitig der Verbindung der einzelnen Elektroblechlamellen (Backlack-Verfahren). Der Backlack wird unter Hitzeeinwirkung weich und verklebt die Platinen miteinander. Alternativ k├Ânnen die Lamellen auch stanzpaketiert werden. Das Laser- oder WIG-Schwei├čen kommt nur bei Prototypen und Kleinserien zum Einsatz.

Beim abschlie├čenden Schlussgl├╝hen wird das Elektrobandpaket einer weiteren W├Ąrmebehandlung unterzogen. Durch diese Ma├čnahme werden seine urspr├╝nglichen magnetischen Eigenschaften wiederhergestellt, die zuvor im Zuge der Stanzprozesse ver├Ąndert wurden.

Wirtschaftliche Bedeutung von Elektroband

Elektroband ist als Halbzeug Grundlage f├╝r die Herstellung von Eisenkernen, wie sie etwa in Elektromotoren, Dynamos, Transformatoren, Z├╝ndspulen, Relais oder auch Schaltsch├╝tzen und weiteren Produkten und Maschinen zum Einsatz kommen. Seine Bedeutung spiegelt sich auch in der j├Ąhrlichen Produktion von weltweit ungef├Ąhr 10 Millionen Tonnen.

Welche DIN-Normen f├╝r Elektroband gibt es?

Entsprechend seiner Bedeutung als eines der wichtigsten weichmagnetischen Halbzeuge ├╝berhaupt, sind den Anforderungen an das Elektroband gleich zwei DIN-Normen gewidmet. Die DIN EN 10106 ÔÇ×Kaltgewalztes, nicht kornorientiertes Elektroblech und -band im schlussgegl├╝hten ZustandÔÇť und die DIN EN 10107 ÔÇ×Kornorientiertes Elektroblech und -band im schlussgegl├╝hten ZustandÔÇť.

Zusammenfassung: Elektroband

Elektroband ist ein bedeutender weichmagnetischer Werkstoff, aus dem die Magnetkerne von Elektromotoren und anderen f├╝r die Elektroindustrie wichtigen Komponenten aufgebaut sind. Die Bleche bestehen aus Eisen-Silizium-Legierungen. Die Anforderungen an die Eigenschaften von Elektroband werden in den Normen DIN EN 10106 und DIN EN 10107 definiert.

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